17. Stormarner Kindertage - "Kindheit auf dem Lande"

Kinder haben ein Recht auf Mitbestimmung

Kinder haben das Recht sich zu informieren, sich frei zu entscheiden und bei Themen, die sie betreffen, mitzubestimmen. (UN-Kinderrechtskonvention Artikel 12, 13, 14, 17)

Die Meinung von Kindern muss bei allen Dingen, die es betreffen, beachtet werden: zu Hause, in der Schule, bei Ämtern und vor Gericht. Die Erfahrung, Einfluss auf den eigenen Alltag nehmen zu können, stärkt das Selbstbewusstsein und die soziale Kompetenz.  Kein Kind soll bestraft werden, wenn es seine eigene Meinung sagt.

Über 80% der acht- bis 12jährigen finden Mitbestimmung in der Familie wichtig bzw. sehr wichtig. 25% der SchülerInnen meinen, dass sie in der Schule überhaupt nicht mitbestimmen können. Mehr als 50% der acht- bis 12jährigen sehen sich in der Kommunalpolitik überhaupt nicht beteiligt (world vision).

­Wenn Kinder in der Politik mitbestimmen könnten, würden sie vor allen am Thema Bildung arbeiten, an zweiter Stelle steht Umwelt- und Naturschutz sowie Armut und Obdachlosigkeit (LBS-Kinderbarometer).

Die Berichterstattung der Medien soll so gestaltet und aufbereitet sein, dass auch Kinder sie verstehen. 31% der 10-13-jährigen sitzt täglich am Computer (shell-Studie). Computerspiele werden eher allein als gemeinsam mit Freunden gespielt. Rund 96% der Jugendlichen hat Zugang zum Internet. 16% der sechs- bis neunjährigen besitzt ein Handy (Kim-Studie). Je etwa ein Drittel der Kinder nutzt das Fernsehen als Lückenfüller oder zur Entspannung (LBS-Kinderbarometer). 34% der sechs- bis 11-jährigen lesen mehrmals wöchentlich unabhängig von den Hausaufgaben Bücher (world vision).